Gedenksitzung des Landtags Rheinland-Pfalz anlässlich des 27. Januars 2026
© Mascha Krink
„Politik gegen Mütter“ Ausschnitt aus einem Gemälde von Mascha Krink, Enkelin einer als „asozial“ Verfolgten, Zeitzeugin der dritten Generation
„Eine leere, eiskalte Zelle, ein Brett als Bett, eine einfache Baumwolldecke und ein Ofen, in den nur sehr selten ein paar Stückchen Kohle gelegt wurden“, so erinnerte sich die französische Widerstandskämpferin Odile Benoist-Lucy an die verschärfte Haft, die sie im Frauenstraflager Flußbach bei Wittlich im Winter 1943 erleiden musste.
Unmenschlichkeit, Ausbeutung, Folter, Vernichtung durch Arbeit, Deportation, Ermordung – das alles gab es in der NS-Diktatur auf dem Gebiet des heutigen Rheinland-Pfalz. Wer nicht in das fanatische Weltbild des NS-Regimes passte oder Widerstand leistete, schwebte in Gefahr – auch Frauen und Mädchen.
Dreißig Jahre nach Einführung des Gedenktags an die Opfer des Nationalsozialismus in Deutschland wollen wir erstmals besonders an weibliche Verfolgte und ihre Erfahrungen erinnern. Denn Frauen und Mädchen sind noch immer häufig übersehene Opfer der NS-Diktatur. Auch das Lager Flußbach war lange Zeit vergessen.
Wir gehen außerdem der Frage nach, welche Handlungsspielräume Frauen im Widerstand nutzten und wie Nachfahrinnen von Verfolgten mit der Familien-geschichte heute umgehen.
Das SWR überträgt die Gedenkveranstaltung live in seinen dritten Fernsehprogrammen und im Internet.
Begleitprogramm:
- Begleitend wird im Landtag vom 14.01. bis 19.02.2026 die Informationsausstellung „Nichts war vergeblich“ gezeigt.
Link zum Termin - Begleitend findet im Landtag am 10.02.2026 die Veranstaltung "Nicht in Gottes Namen" statt.
Link zum Termin
Programm
Im Anschluss: Mittagsimbiss und Gelegenheit zum Austausch und Gespräch im Landtagsrestaurant „Esszimmer im Landtag“
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Gedenksitzung anlässlich des 27. Januars
Kontakt
Tagesprogramm und Programmheft
Link zum Tagesprogramm (PDF) - HINWEIS: Nicht barrierefrei
Link zum Programmheft (PDF) - HINWEIS: Nicht barrierefrei
Alle Veranstaltungen anlässlich des Tags des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am
27. Januar 2026 finden Sie in diesem PDF.
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Begleitprogramm
© Adolf Winkler
Plakat "Nicht in Gottes Namen"